Antwort innert 4 Arbeitsstunden

LinusWebentwicklung
Kontakt
Alle Blogartikel
Insight 6 Min. Lesezeit

WordPress oder eigenes CMS? Ehrliche Entscheidungshilfe für KMU

WordPress oder ein eigenes CMS: Beide Wege führen zu einer Website, die du selbst pflegen kannst. Hier zeige ich dir ehrlich, wann WordPress die bessere Wahl ist, wann sich ein eigenes CMS lohnt und was beides im Unterhalt bedeutet.

Von Linus FreiFreelance Webentwickler Basel
#WordPress#Eigenes CMS#Web-App#Next.js#Vergleich
WordPress oder eigenes CMS? Ehrliche Entscheidungshilfe für KMU
Inhalt

Vorweg, damit du weisst, woher ich komme: Ich baue beides. Websites mit WordPress und Elementor, und massgeschneiderte Websites und Web-Apps mit Next.js und einem eigenen Admin-Bereich. Meine eigene Website läuft übrigens auf einem eigenen CMS. Ich habe also kein Interesse daran, dir das eine oder das andere aufzuschwatzen. Es geht nur darum, was zu deinem Betrieb passt.

Der grundlegende Unterschied

WordPress ist eine freie Software und das meistgenutzte CMS der Welt. Laut W3Techs läuft WordPress auf 58,3 % aller Websites, die ein bekanntes CMS verwenden (Stand 28. Oktober 2026). Du installierst es bei einem Hoster, wählst ein Theme und erweiterst die Seite mit Plugins, etwa für Formulare, SEO oder einen Shop.

Ein eigenes CMS ist ein Admin-Bereich, der genau für deine Website gebaut wird. Bei mir besteht er aus Next.js für die Website und Supabase als Datenbank mit Login. Du bekommst keine Software für alle Fälle, sondern genau die Felder und Funktionen, die du wirklich brauchst.

Bedienung im Alltag

WordPress ist vielen Leuten schon vertraut. Mit einem Page Builder wie Elementor kannst du Seiten fast frei gestalten, Texte ändern, Bilder austauschen und neue Seiten anlegen. Diese Freiheit ist ein grosser Vorteil, wenn du gerne selbst am Layout arbeitest.

Ein eigenes CMS ist bewusst schlanker. Du siehst nur die Felder, die es für deine Inhalte braucht, zum Beispiel Titel, Text, Bild und Datum für einen Blogartikel. Das Design ist fest vorgegeben. Du kannst also nichts aus Versehen verschieben, dafür auch nicht spontan ein neues Layout bauen.

Flexibilität und Erweiterungen

Hier ist WordPress stark. Für fast jede Anforderung gibt es ein bewährtes Plugin: Mehrsprachigkeit, Buchungen, Newsletter oder ein Shop mit WooCommerce. Vieles ist in kurzer Zeit eingerichtet, ohne dass dafür programmiert werden muss.

Bei einem eigenen CMS wird jede Funktion gezielt entwickelt. Das dauert für Standardaufgaben länger. Es lohnt sich aber, sobald etwas gebraucht wird, das es so als Plugin nicht gibt: ein Kundenportal mit Login, ein Offert-Tool oder ein internes Dashboard, das mit der Website verbunden ist.

Tempo und Sicherheit

Eine WordPress-Website kann schnell und sicher sein. Dafür braucht es ein schlankes Theme, wenige gut gewählte Plugins, Caching und regelmässige Updates. Je mehr Plugins dazukommen, desto mehr muss man im Blick behalten.

Ein eigenes CMS bringt nur den Code mit, der wirklich gebraucht wird. Die Seiten werden vorbereitet ausgeliefert, und der Admin-Bereich ist vom öffentlichen Teil getrennt. Das macht die Seite meist sehr schnell und bietet weniger Angriffsfläche. Sicherheit gibt es aber auch hier nicht automatisch: Login, Rollen und Zugriffsrechte müssen sauber umgesetzt sein.

Wartung im Alltag

Bei WordPress gehören regelmässige Updates von WordPress, Theme und Plugins dazu, ebenso Backups und ein Blick darauf, ob nach einem Update noch alles läuft. Das ist kein Nachteil, sondern einfach Teil des Systems. Du kannst es selbst erledigen oder abgeben, etwa über eine WordPress-Wartung. Was du tun kannst, wenn nach einem Update etwas kaputt ist, steht im Artikel WordPress nach Plugin-Update kaputt.

Bei einem eigenen CMS fallen keine Plugin-Updates an. Ganz ohne Pflege geht es trotzdem nicht: Die verwendeten Bibliotheken werden ab und zu aktualisiert. Das passiert aber seltener und planbarer, und im Alltag bleibt es meist ruhig.

Kosten im Überblick

Beide Wege haben ihren Preis, nur anders verteilt:

  • WordPress: Der Aufbau ist meist günstiger, weil vieles mit Theme und Plugins gelöst wird. Dazu kommen laufend Hosting, Domain, allenfalls Plugin-Lizenzen und die Wartung.
  • Eigenes CMS: Der Aufbau ist teurer, weil der Admin-Bereich für dich entwickelt wird. Danach sind die laufenden Kosten oft tiefer und besser planbar, weil kaum Updates und keine Plugin-Lizenzen anfallen.

Was eine Website in der Schweiz insgesamt kostet, habe ich im Artikel Was kostet eine Website in der Schweiz? aufgeschlüsselt.

SEO & GEO

Mit beiden Systemen kannst du bei Google und in KI-Assistenten wie ChatGPT gefunden werden. In WordPress helfen Plugins wie Rank Math, Seitentitel, Beschreibungen und strukturierte Daten zu pflegen. Bei einem eigenen CMS wird das direkt im Code eingebaut, inklusive schneller Ladezeiten, sauberer Daten und einer llms.txt für KI-Assistenten. Wichtiger als das System sind aber gute Inhalte und klare Leistungsseiten.

Unabhängigkeit

WordPress kennen sehr viele Fachleute. Wenn du später jemand anderen beauftragen willst, findest du schnell Unterstützung, und die Website lässt sich zu einem anderen Hoster mitnehmen.

Ein eigenes CMS ist enger mit der Person verbunden, die es gebaut hat. Darum setze ich auf verbreitete Technik wie Next.js, React und TypeScript, dokumentiere die Übergabe und lege deine Inhalte in einer normalen PostgreSQL-Datenbank ab. So kann auch später jemand anderes daran weiterarbeiten.

Wann WordPress passt

  • Du willst Inhalte und auch das Layout selbst gestalten und laufend anpassen.
  • Du brauchst viele Funktionen, die es als bewährte Plugins gibt, zum Beispiel einen Shop.
  • Dir ist wichtig, dass später auch andere Fachleute an der Seite arbeiten können.
  • Du willst mit kleinerem Budget starten.

Wann ein eigenes CMS passt

  • Tempo und Sicherheit sind dir besonders wichtig.
  • Du willst dich nicht um Plugin-Updates kümmern.
  • Du brauchst nur wenige, klar definierte Inhalte, die du selbst pflegst.
  • Zur Website gehören Funktionen, die es so als Plugin nicht gibt, etwa ein Login-Bereich für Kunden.

Fazit: WordPress oder eigenes CMS?

Beide Wege sind gut, für unterschiedliche Bedürfnisse. WordPress punktet mit Freiheit beim Gestalten, vielen bewährten Erweiterungen und einer grossen Auswahl an Fachleuten. Ein eigenes CMS punktet mit Tempo, Sicherheit und einem ruhigen Alltag ohne Plugin-Updates. Für die meisten KMU-Websites mit Inhalten, Blog und Marketing ist WordPress die einfachere und günstigere Wahl. Oft ist auch eine Kombination sinnvoll: die Website in WordPress, der Kundenbereich als Web-App.

Wenn WordPress zu dir passt, baue ich dir eine Website zum Festpreis, mit Einführung, damit du Texte und Bilder danach selbst pflegst. Brauchst du etwas Massgeschneidertes, findest du alles zu Websites und Tools mit eigenem Admin-Bereich unter Web-App-Entwicklung. Bist du unsicher? Schreib mir kurz, was du vorhast, oder per Mail an hallo@linus-webentwicklung.ch. Ich sage dir ehrlich, welcher Weg für dich Sinn macht, und die Aufwandschätzung ist kostenlos.

Häufige Fragen

Ist ein eigenes CMS sicherer als WordPress?

Meist bietet es weniger Angriffsfläche, weil es keine Plugins von Drittanbietern gibt und der Admin-Bereich getrennt läuft. Ein gut gewartetes WordPress mit wenigen Plugins ist aber ebenfalls sicher. Entscheidend ist bei beiden, dass Updates, Backups und Zugänge sauber geregelt sind.

Kann ich bei einem eigenen CMS Inhalte selbst ändern?

Ja. Du meldest dich im Admin-Bereich an und änderst Texte, Bilder oder Blogartikel selbst. Das Layout ist dabei fest vorgegeben, damit nichts aus Versehen verrutscht.

Kann ich später von WordPress zu einem eigenen CMS wechseln?

Ja. Texte und Bilder lassen sich übernehmen, Design und Admin-Bereich werden neu gebaut. Wichtig ist, alte Adressen per Weiterleitung auf die neuen Seiten zu leiten, damit du bei Google nichts verlierst.

Was ist günstiger, WordPress oder ein eigenes CMS?

Beim Aufbau ist WordPress meist günstiger. Ein eigenes CMS kostet am Anfang mehr, braucht danach aber weniger laufende Pflege. Was über mehrere Jahre günstiger ist, hängt davon ab, wie viele Funktionen du brauchst und wie oft sich die Seite verändert.

Weitere Artikel

WordPress gehackt, was tun? Soforthilfe für deine Firma
Anleitung

WordPress gehackt, was tun? Soforthilfe für deine Firma

Deine Website leitet plötzlich auf fremde Seiten weiter, Google zeigt eine Warnung oder dein Hoster meldet verdächtige Aktivität? Dann wurde deine WordPress-Seite vermutlich gehackt. Hier liest du, was du sofort tun solltest, wie eine saubere Bereinigung abläuft und wie du dich danach schützt.

WordPressSicherheitHackWartung
Weiterlesen · 6 Min. →